Der Kampfmittelräumdienst hat einen bei Bauarbeiten in Nürnberg gefundenen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Bergungsarbeiten endeten am Dienstag, 10. März 2026, um 11.58 Uhr. Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden Front- und Heckzünder des etwa 450 Kilogramm schweren amerikanischen Sprengkörpers entfernt. Für die Demontage benötigte Sprengmeister Michael Weiß mit seinem Team 1 Stunde 22 Minuten. Rund 390 zuvor evakuierte Anwohnerinnen und Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Linie U1 fährt wieder regulär, Straßensperrungen und eine Sperrung des Luftraums wurden aufgehoben.
Fundort und Evakuierungsmaßnahmen
Der Blindgänger war am Montagnachmittag, 9. März, bei Bauarbeiten im neuen Stadtteil Lichtenreuth gefunden worden. Er lag in einer Baugrube in der Mitte des Areals, etwas mehr als 300 Meter von der Münchener Straße entfernt. Rund um den Fundort errichteten Einsatzkräfte einen Schutzwall aus zwölf Containern, die mit Wassersäcken gefüllt wurden.
Der Evakuierungsradius betrug 450 Meter. Die Evakuierung begann am Dienstagmorgen um 8.43 Uhr und dauerte knapp zwei Stunden. Vorübergehend suchten 23 Menschen eine Betreuungsstelle im Nürnberg Convention Center der Messe auf. Insgesamt wurden nach Angaben der Stadt rund 390 Personen aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Entschärfung und Einsatzlage
Sprengmeister Michael Weiß und sein Team demontierten Front- und Heckzünder des Blindgängers. Nach 1 Stunde 22 Minuten erklärten die Experten den Sprengkörper für ungefährlich. Vor Ort waren nach Angaben der Stadt etwa 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten tätig. Oberbürgermeister Marcus König informierte sich an der örtlichen Einsatzleitung über den Verlauf der Maßnahmen.
Im Anschluss an die Entschärfung wurden Verkehrs- und Luftsperren aufgehoben. Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren und der öffentliche Nahverkehr wurde wieder aufgenommen.
Information und Kommunikation
Das Kommunikationsamt der Stadt Nürnberg berichtete fortlaufend über die Lage im Internet und über die Social Media Kanäle der Stadt. Weitere Informationen stellte die Stadt unter nuernberg.de/internet/stadtportal/bombenfund_lichtenreuth_09032026.html zur Verfügung.
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