Die Stadt Nürnberg lädt alle Einwohnerinnen und Einwohner ein, an einem öffentlichen Test eines neuen, KI gestützten Voicebots für den städtischen Behördenwegweiser teilzunehmen. Der digitale Sprachassistent greift auf die im Behördenwegweiser veröffentlichten Informationen zu und soll rund um die Uhr eine zusätzliche Auskunftsmöglichkeit bieten.
Testlauf und Teilnahmemöglichkeiten
Der Test beginnt am Donnerstag, 12. März 2026, und läuft über vier Wochen. In diesem Zeitraum können Anruferinnen und Anrufer das System unter der Telefonnummer 0911 231 37012 ausprobieren, ihre Fragen stellen und anschließend anonymes Feedback zur Verständlichkeit und Nützlichkeit der Antworten hinterlassen. Die Stadt betont, dass es sich um eine Erprobungsphase handelt und die Qualität der Auskünfte mit zunehmender Nutzung verbessert werden soll.
Ziele und erwartete Wirkung
Mit dem Praxistest will die Verwaltung zwei Aspekte klären: Welche Fragestellungen sind besonders häufig und wie formulieren Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen am Telefon. Die dabei gesammelten Rückmeldungen sollen helfen, die Software weiterzuentwickeln und die Antwortqualität zu erhöhen. Langfristig erhofft sich die Stadt, das Telefonservicecenter bei wiederkehrenden Standardfragen zu entlasten, um den Mitarbeitenden mehr Zeit für individuelle und komplexe Anliegen zu geben.
Oberbürgermeister König rief zur Beteiligung auf und betonte, dass die Nutzerinnen und Nutzer entscheidend zur Verbesserung des Angebots beitragen können. Er sagte, man wolle besser werden für die Menschen in Nürnberg und darum diejenigen fragen, die den Behördenwegweiser nutzen, damit die KI von ihnen lernen und sich verbessern könne.
Technik und Datenschutz
Der Voicebot wird in Zusammenarbeit mit der Vitas GmbH, einem 2019 in Nürnberg gegründeten Unternehmen, entwickelt. Vitas bietet nach eigenen Angaben KI geführte Assistenten und intelligente Automatisierung mit dem Ziel, Fachkräfte in datenschutzsensiblen Bereichen zu entlasten. Die City verweist für weiterführende Informationen zur Datensicherheit auf die Webseite des Dienstleisters unter www.telefonassistent.de/sicherheit.
Die Stadt stellt klar, dass der Assistent seine Antworten aus den im Behördenwegweiser bereitgestellten Inhalten generiert. Rückmeldungen aus dem Test sollen in die iterative Weiterentwicklung einfließen, um die Praxistauglichkeit des Systems für den Einsatz in der kommunalen Verwaltung zu prüfen.
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