Freitag, 16.01.2026

Nürnberg erneut Spitzenreiter im Smart City Index 2025 dank Ausbau digitaler Bürgerdienste

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Nürnberg hat sein digitales Angebot in den vergangenen Jahren deutlich ausgeweitet und bleibt laut Smart City Index 2025 des Branchenverbands Bitkom eine der führenden Großstädte Deutschlands in Sachen Verwaltung digitalisierung. Die Stadtverwaltung bietet nach eigenen Angaben mehr als 1 700 digitale Leistungen an und verzeichnete in den letzten Jahren mehr als 3,4 Millionen online eingereichte Anträge.

Digitale Angebote und Nutzerorientierung

Nach Angaben der Stadt ist der Erfolg Ergebnis gezielter Investitionen in digitale Verwaltungsprozesse. Oberbürgermeister Marcus König erklärte, die Investitionen und Anstrengungen der vergangenen Jahre zahlten sich aus. Er verwies auf das umfangreiche Angebot digitaler Leistungen und darauf, dass die Digitalisierung helfen könne, finanzielle Engpässe, den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel abzufedern. Zugleich betonte er, dass bessere Services für die Bevölkerung im Mittelpunkt stünden.

Olaf Kuch vom Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht sieht die Stärke der Strategie in einer konsequenten Ausrichtung auf die Nutzenden. Seine Aussage lautete, die Digitalisierung wirke insbesondere dort, wo Prozesse aus Sicht der Kundinnen und Kunden neu gedacht, optimiert und dann digital umgesetzt würden.

Zugänglichkeit und ergänzende Angebote

Die Stadt betont, dass digitale Angebote nicht alle Präsenzleistungen ersetzen sollen. Dort, wo digitale Lösungen noch nicht möglich oder rechtlich nicht zulässig seien, fülle man die Lücken durch analoge oder technische Hilfen, um Behördengänge vorzubereiten oder zu erleichtern. Oberbürgermeister König sagte, es sei wichtig, alle mitzunehmen, sowohl digital als auch persönlich, und dass die Stadt weiterhin eine Kombination aus digitalen und analogen Angeboten anbiete.

Nürnberg betreibt nach eigenen Angaben eine eigene Anlaufstelle für Menschen, die Unterstützung bei der Nutzung digitaler Dienste benötigen. Außerdem wurden mehrere Außenstellen der Bürgerämter eingerichtet sowie Abholstationen für Pässe, Ausweise und Zulassungsunterlagen für Kraftfahrzeuge, um Dienstleistungen räumlich besser erreichbar zu machen. Mit der Zusammenführung zahlreicher Dienststellen im neuen Stadthaus Q entstehe ein zentrales Angebot für Bürgerinnen und Bürger.

Infrastruktur und technischer Einsatz

In den letzten fünf Jahren habe die Stadt in die digitale Infrastruktur von Schulen und öffentlichen Gebäuden investiert und das Angebot an Online-Diensten erweitert. Dabei wurden laut Mitteilung Technologien wie künstliche Intelligenz und Prozessautomatisierung eingesetzt. Als konkrete Nutzungsindikatoren nennt die Stadt digitale Terminvereinbarungen, die inzwischen für viele Leistungen üblich seien, sowie mehrsprachige Informationsangebote und Erklärvideos, die das Verständnis und die Nutzung erleichtern.

Die Stadtverwaltung hebt hervor, dass die 24 Stunden Nutzung der Dienste weiter zunimmt, gleichzeitig aber der persönliche Kontakt und die Präsenz vor Ort beibehalten werden sollen. Mit der Bündelung von Aufgaben im Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht will Nürnberg die digitale Transformation der Verwaltung weiter vorantreiben und die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen.

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