Die Kriminalität im Landkreis Neumarkt ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 berichtete Polizeivizepräsident Robert Fuchs von einem Rückgang der insgesamt registrierten Straftaten um 11,41 Prozent auf 3.464 Fälle. Die Häufigkeitszahl liegt damit bei 2.498 und damit unter dem bayerischen Durchschnitt sowie unter dem Mittelwert des Polizeipräsidiums Oberpfalz.
Zahlen und Entwicklung
Die Häufigkeitszahl bildet die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten je 100.000 Einwohner im Jahr ab und dient nach Angaben der Polizei als Index für die Kriminalitätsbelastung einer Region. Mit einem Wert von 2.498 liegt der Landkreis deutlich unter dem Freistaat Bayern, wo die Häufigkeitszahl 4.094 beträgt, und unter dem Durchschnitt des Polizeipräsidiums Oberpfalz mit 3.646.
Besonders ausgeprägt war der Rückgang bei Diebstahldelikten. Die Fallzahlen sanken um 22,26 Prozent beziehungsweise 242 Fälle auf insgesamt 845 Delikte. Insgesamt gingen auch Gewalt- und Straßenkriminalität zurück. Demgegenüber stieg die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle auf 28 Fälle.
Die Aufklärungsquote lag bei 65,2 Prozent. Damit konnten knapp zwei von drei Straftaten aufgeklärt werden, was die Behörden als guten Wert bewerten.
Verkehrsereignisse und Folgen
Im Verkehrsbereich verzeichnete die Statistik 4.100 Unfälle. Dabei wurden 697 Personen verletzt und 12 Menschen getötet. Die Polizei kündigte an, durch Präventionsarbeit und gezielte Kontrollen die Unfallzahlen weiter senken zu wollen, um Verletzte und Todesfälle zu minimieren.
Behördenarbeit und Zusammenarbeit
An dem Sicherheitsgespräch nahmen Vertreter der Polizei und des Landratsamtes teil. Zu den Anwesenden gehörten Landrat Martin Meier, Polizeivizepräsident Robert Fuchs, Polizeidirektor Patrick Pickel von der Polizeiinspektion Neumarkt, Erster Polizeihauptkommissar Horst Steininger von der Polizeiinspektion Parsberg sowie weitere leitende Polizeibeamte und Abteilungsleiter des Landratsamtes, darunter Michael Gottschalk und Katja Lukas.
Landrat Meier, der vor seiner Amtsübernahme selbst lange bei der Polizei tätig war und dort unter anderem mit der Erstellung der Kriminalstatistik befasst war, betonte die Bedeutung der vertrauensvollen Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden für die positive Sicherheitslage. Er sprach seinen Dank an die Einsatzkräfte und Leitungsteams für den Schutz der Bevölkerung aus und kündigte an, die Kooperation fortzusetzen.
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