Freitag, 27.03.2026

Nürnberg sperrt Frankenschnellwegbrücke dauerhaft: Abriss und Verkehrsanpassungen geplant

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Die Frankenschnellwegbrücke am Kreuz Nürnberg Hafen ist seit dem 18. März 2026 vorsorglich für den Verkehr gesperrt. Eine Bauwerksprüfung hatte ergeben, dass die Brücke die Verkehrsbelastung nicht mehr sicher aufnehmen kann. Die Stadt Nürnberg und der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg Sör geben an, die Brücke abzureißen und arbeiten an Maßnahmen, um die Auswirkungen auf den Verkehr und das Umfeld zu begrenzen.

Ursachen und laufende Prüfungen

Die Sperrung erfolgte nach einer Untersuchung des Bauwerks. Da eine sichere Freigabe für den öffentlichen Verkehr ausgeschlossen wurde, ist nun ein Abriss vorgesehen. An dem bestehenden Bauwerk sollen weitergehende technische Untersuchungen stattfinden. Zur Beobachtung möglicher weiterer Veränderungen unter Eigenlast wird ein Monitoringsystem installiert, zudem bleibt der intensive Prüf und Kontrollrhythmus bestehen.

Verkehrsführung und kurzfristige Entlastung

Sör untersucht parallel die verkehrliche Lage, insbesondere in den morgendlichen und abendlichen Spitzenzeiten. Ziel ist, den Verkehr möglichst aufrechtzuerhalten und Engpässe zu reduzieren. Die bestehende Beschilderung wird angepasst. Es wird geprüft, ob Ampelprogramme an verschiedenen Knotenpunkten optimiert werden können und ob kurzfristig eine Auffahrtsmöglichkeit von der Hafenstraße auf die A73 in Richtung Feucht geschaffen werden kann. Außerdem wird eine stärkere Verkehrslenkung über die Anschlussstelle Nürnberg Hafen Süd mit einer Anpassung der Ampelanlage an der Kreuzung Wiener Straße und Marthweg geprüft.

Zum Entlasten eines wichtigen Knotenpunkts wird eine Behelfsumfahrt am Abschnitt Finkenbrunn bis Hafenstraße vorbereitet. Marco Daume, Technischer Werkleiter von Sör, erklärte, die Behelfsumfahrt werde in den kommenden Wochen so weit fertiggestellt, dass sie für den Geradeausverkehr freigegeben werden könne. Dadurch erwarte man eine spürbare Entlastung an der Anschlussstelle Hafen Ost, eine bessere Verteilung des Verkehrs und deutlich weniger Stau.

Auswirkungen auf den Bauablauf und Zeitplan

Die Arbeiten am Gesamtprojekt Hafenbrücken werden vor dem Hintergrund der Sperrung neu bewertet. Im Mittelpunkt stehen die Bauarbeiten und die Verkehrsführung bis zur Fertigstellung des ersten Brückenüberbaus der neuen Frankenschnellwegbrücke im August 2027. Es wird geprüft, ob Abriss und Neubau der zweiten Brückenhälfte vorgezogen und damit beschleunigt werden können. Solche Änderungen betreffen Bauablauf, Kapazitäten sowie mögliche Mehr oder Minderkosten und damit die Finanzierungsplanung, da Mittel früher abfließen würden. Zudem müssen Fragen zur Stromversorgung des südlichen Nürnbergs mit dem Energieversorger N Ergie geklärt werden.

Weitere Schritte und Beteiligung der Öffentlichkeit

Für das Projekt Hafenbrücken soll ein Verkehrsgutachter die Situation analysieren und insbesondere die Folgen der Bauarbeiten entlang der Achse Hafenstraße bewerten. Sör kündigt an, fortlaufend über die Entwicklungen und die Ergebnisse der Prüfungen zu informieren. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am Donnerstag, 30. April 2026, um 18 Uhr in der Turnhalle des Schulzentrums Südwest, Pommernstraße 10, über den aktuellen Stand des Gesamtprojekts und die nächsten Schritte informieren.

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