Montag, 23.03.2026

Nürnberg empfiehlt: Mähroboter tagsüber betreiben, um Igel zu schützen

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Das Referat für Umwelt und Gesundheit in Nürnberg ruft Gartenbesitzer dazu auf, Mähroboter nur tagsüber arbeiten zu lassen. Mit Beginn der Gartensaison stehen viele Geräte wieder in privaten Gärten, während Igel nachts auf Nahrungssuche sind und durch laufende Roboter schwer verletzt oder getötet werden können.

Appell der Stadt und rechtlicher Hintergrund

Die Behörde betont, dass Igel in der Stadt besonderen Schutz benötigen. Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, wies darauf hin, dass viele Menschen unterschätzen, wie schnell ein Mähroboter ein Tier verletzen kann. Wer die Geräte bewusst nur bei Tageslicht einsetzt, trage zum Artenschutz bei und helfe dabei, unnötiges Tierleid zu vermeiden, sagte sie.

Igel gehören zu den besonders geschützten Arten und dürfen weder verletzt noch getötet werden. Vor diesem Hintergrund empfiehlt das Referat, Mähroboter in den Abend- und Nachtstunden in der Ladestation zu parken.

Warum Mähroboter in der Nacht gefährlich sind

Igel sind hauptsächlich nachtaktiv. Während ihrer Futtersuche lassen sie sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen, und ihr Schutzverhalten, das Einrollen, schützt nicht vor den Klingen der Mähroboter. Das macht die Geräte in der Dunkelheit zu einer tödlichen Gefahr für die Tiere.

Praktische Empfehlungen für den Garten

Neben der zeitlichen Einschränkung des Betriebs empfehlen Naturschutzorganisationen, in Gärten Rückzugsorte wie Laubhaufen oder dichte Hecken zu erhalten. Solche Elemente bieten den Tieren Schutz und Nahrungsangebote. Außerdem wird geraten, Durchgänge zwischen Grundstücken offen zu lassen, damit Igel sichere Wege finden und nicht in beengten Bereichen auf Mährobotern treffen.

Die Stadt verweist damit nicht auf ein Verbot der Geräte, sondern auf Verhaltensregeln, die das Risiko für Wildtiere reduzieren sollen.

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