Freitag, 06.02.2026

Schutzmaßnahmen gelockert: Viele Vögel kehren in den Tiergarten Nürnberg zurück

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Der Tiergarten Nürnberg hebt schrittweise die im November eingeführten Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe auf. Nach Angaben der Einrichtung, die in enger Abstimmung mit dem Veterinäramt der Stadt gehandelt hat, sind bereits zahlreiche Vogelarten wieder in ihren Außengehegen zu sehen.

Welche Arten sind wieder öffentlich

Seit Anfang der Woche sind unter anderem Humboldtpinguine, Andenkondore, Emus sowie Haus- und Perlhühner für Besucherinnen und Besucher wieder zugänglich. Bei den Pinguinen finden laut Tiergarten wieder die täglichen Fütterungen um 15 Uhr statt. Das Programm Besuch beim Lieblingstier ist für die Pinguine ebenfalls wieder buchbar.

Sofern es die Witterung zulässt, dürfen auch die Kraniche wieder in ihre Gehege. Die Hyazinth-Aras können ab sofort wieder die Außenvoliere nutzen. Zum Wochenende sollen die begehbaren Volieren der Waldrappe und der Bartgeier geöffnet werden. In die Bartgeiervoliere kehren außerdem Schwarzstörche, Felsentauben und Schneeeulen zurück.

Wegen der anhaltend kalten Temperaturen bleiben Flamingos, Pelikane und Harpyien vorerst weiterhin in ihren Winterquartieren. Auch die zuvor ausgesetzt gewesene Winterfütterung von heimischen Wildvögeln wird dem Tiergarten zufolge wieder aufgenommen.

Neues Bartgeierpaar und Zuchtprogramm

In der Bartgeiervoliere wird ein neues Zuchtpaar einziehen. Nach dem Tod des Weibchens im September vergangenen Jahres zog das 46 Jahre alte Männchen auf die Außenstelle Gut Mittelbüg und bekam dort eine neue Partnerin. Das junge Paar stammt aus der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee in Österreich. Der männliche Vogel war wenige Tage nach dem Schlupf in den Tiergarten gekommen und wurde vom damaligen Nürnberger Bartgeierpaar adoptiert und aufgezogen.

Der Tiergarten hält Bartgeier mit nur kurzen Unterbrechungen seit 1965. Die Haltung ist Teil des Erhaltungszuchtprogramms des Europäischen Zooverbands EAZA, das die Wiederansiedelung der Art in der Natur unterstützt. Das zuletzt gehaltene Paar hat laut Tiergarten fünf Jungtiere erfolgreich großgezogen, von denen vier im Rahmen des Programms in Spanien und Frankreich ausgewildert wurden.

Schutzmaßnahmen und Gesundheitsbilanz

Im November waren sämtliche Vogelarten des Tiergartens in Ställen oder abgedeckten Volieren untergebracht worden, nachdem sich die Vogelgrippe rasch ausgebreitet hatte. Ziel der Maßnahmen war es, den Bestand bestmöglich zu schützen und den Kontakt zwischen Zoo- und Wildvögeln zu minimieren. Nach Angaben des Tiergartens wurden diese Ziele erreicht: Es gab keinen Fall von Vogelgrippe im Tiergarten.

Die konkreten Schutzmaßnahmen seien in enger Abstimmung mit den Veterinärämtern des Landkreises Nürnberger Land und der Stadt Nürnberg umgesetzt worden.

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