Freitag, 23.01.2026

Nürnberg bleibt deutlich unter dem Verkehrsaufkommen vor der Pandemie

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Die Verkehrszählung von Juli 2025 bestätigt für Nürnberg einen anhaltenden Rückgang des Gesamtverkehrs gegenüber den Jahren vor der Corona Pandemie. Trotz leicht gestiegener Werte am Stadtrand bleibt das Verkehrsaufkommen deutlich unter dem Niveau von 2019. Auffällig sind zudem ein Rückgang beim Radverkehr und steigende Fahrgastzahlen in Bus und Bahn.

Weniger Verkehr als vor der Pandemie

An der Stadtgrenze stieg der Kraftfahrzeugverkehr im Vergleich zu 2024 leicht um 0,9 Prozent und ist damit nahezu unverändert. Im Vergleich zu 2019 liegt das Verkehrsaufkommen jedoch um 12,5 Prozent niedriger. Auf den Pegnitzbrücken wurde gegenüber 2024 ein Rückgang um 7,4 Prozent festgestellt. Insgesamt deuten die Messungen auf einen dauerhaften Rückgang der Verkehrsmenge um bis zu 20 Prozent gegenüber den Jahren vor Corona hin. Als Hauptursache wird weiterhin die Zunahme von Arbeit im Homeoffice genannt.

Radverkehr rückläufig, aber wichtig im Stadtgebiet

Beim Radverkehr ergab die Zählung einen Rückgang an den Einfallstraßen um 24,2 Prozent und auf den Pegnitzbrücken um 7,9 Prozent. Neben dem zunehmenden Arbeiten von zu Hause habe das Regenwetter am ersten Zähltag einen Einfluss gehabt, teilt die Stadt mit. Für längere Pendelstrecken über die Stadtgrenze wählen Radfahrende bei schlechten Wetterbedingungen häufiger andere Verkehrsmittel.

Trotz des Rückgangs nimmt die Bedeutung des Radverkehrs innerhalb des Stadtgebiets zu. Fast 48 Prozent der Radfahrenden nutzten die Pegnitzquerungen ohne Kfz Verkehr im Pegnitztal. Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr auf allen Pegnitzbrücken stieg in den vergangenen zehn Jahren von 17,5 auf 18,4 Prozent. Der Planungs und Baureferent Daniel F. Ulrich wertet die Ergebnisse so, dass viele Radfahrende ruhige und sichere Routen bevorzugen und dies den Ausbau sicherer und komfortabler Radwege bekräftige.

Öffentlicher Verkehr gewinnt Fahrgäste hinzu

Bei den Fahrgastzählungen der VAG Verkehrs Aktiengesellschaft stieg die Zahl der Fahrgäste zwischen Juli 2024 und Juli 2025 erneut. Als Gründe werden Verbesserungen im Angebot, etwa die neuen Straßenbahnlinien 10 und 11, sowie das günstige Deutschlandticket genannt. Ulrich bezeichnete den öffentlichen Nahverkehr als unverzichtbar für die innerstädtische Mobilität in Nürnberg und verwies auf den Ausbau des Straßenbahnnetzes und die neue U Bahn Verbindung nach Gebersdorf als Maßnahmen, attraktive Alternativen zum Pkw zu schaffen.

Erhebung und Datenbasis

Die jährliche Zählung erfasst Verkehrsströme an den Einfallstraßen der Stadtgrenze sowie auf allen für den Kraftfahrzeugverkehr freigegebenen Pegnitzbrücken. Rund 270 Schülerinnen und Schüler von Nürnberger Gymnasien zählten am 22. und 23. Juli 2025 an 120 Zählstellen im Stadtgebiet jeweils von 6 bis 22 Uhr. Die Stadt dankte den beteiligten Schulen und den mithelfenden Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement.

Der ausführliche Bericht zur Verkehrszählung 2025 ist online verfügbar unter https://www.nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/verkehrszaehlungen.html

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